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Mauthausen

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Mauthausen Artikel

Mauthausen a. d. Donau ist eine Gemeinde in Oberösterreich in dem politischen Bezirk Perg.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj Eine Beschreibung zum Buch "Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Geschichte

Buch-Tipp: Denn sie wußten, was sie tun. Zeichnungen und Aufzeichnungen aus dem KZ Mauthausen Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Denn sie wußten, was sie tun. Zeichnungen und Aufzeichnungen aus dem KZ Mauthausen". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Von der Römerzeit bis in das Spätmittelalter

Mauthausen ist altes Siedlungsgebiet. Funde aus der Jungsteinzeit, hoch auf den Granitfelsen über den Donauauen, zeugen davon. Hier, am linken Donauufer, gegenüber der Ennsmündung, kreuzten sich zwei Handelswege: Von Westen nach Osten verlief die Schiffsroute der Donau bzw. die Limesstraße entlang der römischen Reichsgrenze (ab dem 6. Jh. v. Chr.), von Süden her die noch viel ältere Salz- und Eisenstraße mit einer Furt über die Donau, einem kurzen steilen Aufstieg auf den Höhenrücken und nordwärts weiter nachdem späteren Böhmen und Mähren. Die Errichtung des römischen Standlagers Lauriacum (heute Lorch, Stadtteil von Enns; 212 zur römischen Provinzstadt erhoben) und die Anlage eines Hafens am gegenüberliegenden Tabor (Felshügel) betonen diesen wichtigen Standort.

Ende des 10. Jahrhunderts gründeten die Babenberger eine Mautstätte. Rund um das Mauthaus hat sich wohl bald eine Siedlung gebildet. 1208 wurde der Name „Muthusen“ für die Ansiedlung zu dem ersten Mal erwähnt. Als Zollstätte und Warenumschlagsplatz erreicht der Ort Wohlstand und erhält eine Reihe von Privilegien: eine eigene Marktordnung, niedere Gerichtsbarkeit, Stapelrecht, Straßenzwang. 1335 genannt das Urbar von Baumgartenberg den Ort als „freien Markt“. 1446 bestätigt (der spätere Kaiser) Friedrich III. das Recht, „mit Stock und Galgen“ zu richten und hob damit Mauthausen aus der Reihe der einfachen Märkte heraus. Kirchlich gehörte Mauthausen zur Pfarre Ried in der Riedmark (823 erstmals erwähnt) und damit zur Diözese Passau, bis 1122 das Gebiet an das Stift St. Florian fiel. 1420 wurde es zur Filiale mit eigenem Seelsorger für die Kirchen St. Nikolaus (am Berg) und St. Heinrich (an der Donau) erhoben.

Buch-Tipp: Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen 1945 bis zur Gegenwart Pressestimmen zu diesem Buch: "Es ist eines der größten Verdienste von Perz' Ansatz, durch seine quellentreue Akribie und ohne jegliches Moralisieren oder naives Harmonisieren die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Fraktionen ehemaliger Häftlinge und den jeweiligen Regierungsvertretern darzustellen. Er bietet dem Leser eine nüchterne,...

Die weitere Entwicklung

Im Jahr 1424 wurden viele Häuser des Marktes von den Hussiten zerstört. Von 1544 bis 1599 hielten protestantische „Prädikanten“ Gottesdienst in der Heinrichskirche, ab 1578 gab es wieder katholische Messen in der Nikolai-Kirche. Drei evangelische Bürger des Marktes wanderten mit ihren Familien aus, um ihrem Glauben treu bleiben zu können. 1613 wird Mauthausen eine selbständige Pfarre. Sie ist dem Stift St. Florian inkorporiert.

Der Markt mit seinen Rechten war an verschiedene Pfandherren vergeben, u. a. an den Herzog von Bayern, an das Domkapitel zu St. Stephan in Wien und an Geschlechter der Umgebung. Die Herrschaft gelangte 1490 an Lasla von Prag. Dieser errichtete auf einer kleinen Felseninsel in der Donau zur Befestigung des Ortes das „Schloss Pragstein“. Von diesem ein Stück stromaufwärts wurde erstmals 1505 eine stabile Brücke über die Donau geschlagen. Zwischen den Inhabern des Schlosses und den Marktbürgern kam es stets wieder zu Streitigkeiten. Von 1552 bis 1790 unterstand der Markt dem Marktgericht.

Die Bauernkriege des 16. und 17. Jahrhunderts sowie der Dreißigjährige Krieg und die Türkeneinfälle gingen nicht spurlos an Mauthausen vorüber. Die Verkehrslage brachte den Durchzug von Soldaten mit sich. Kaiser Ferdinand II., Kaiser Leopold I., Kaiser Karl VI. und Kaiser Franz II. besuchten Mauthausen. Am 4. Oktober 1762 betrat der wohl berühmteste Gast Mauthausen: der sechsjährige Wolfgang Amadeus Mozart auf der Durchreise zur Kaiserin Maria Theresia. Unter Joseph II. wurde Mauthausen landesfürstlicher Markt. In den Franzosenkriegen wurde der Ort zweimal geplündert.

Die „Fliegende Brücke“ (1821), ein Fährschiff mit Verankerung am Schloss Pragstein, und die Eisenbahnbrücke (1871/72) für die Bahnlinie St. Valentin – Budweis brachten wirtschaftlichen Aufschwung.

Vor allem aber die Steinbrüche mit Granit von europaweit bester Härte lösten allmählich den Salzhandel ab. Viele Steinpflasterungen in Linz, Wien und Budapest, Brückenbauten und Fundamentierungen stammen aus den zahlreichen Abbaustellen entlang der Donau. Die Möglichkeit der Verschiffung trug zu dem Aufschwung bei. Bis zu 1.200 Steinarbeiter fanden Beschäftigung. Allerdings bedeutete jede Rezession am Bau auch Arbeitslosigkeit und Verelendung.

Buch-Tipp: Francisco Boix, der Fotograf von Mauthausen Um ausführliche Informationen zum Buch "Francisco Boix, der Fotograf von Mauthausen" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Das 20. Jahrhundert

Während des Ersten Weltkrieges befand sich in dem Osten des Gemeindegebietes ein Kriegsgefangenenlager. Russen, Serben und vor allem Italiener (zeitweise 40 Tausend Mann) waren auf dem weiten Gelände entlang der Bahnstrecke inhaftiert. An die 9 Tausend fanden den Tod. Ein internationaler Soldatenfriedhof erinnert an sie.

Überall in der Welt ist "Mauthausen" als Synonym für die österreichischen Konzentrationslager des Nationalsozialismus bekannt. In dem Westen des Gemeindegebietes (Wiener Graben) dienten von 1938 bis 1945 ausgedehnte Anlagen der Internierung von etwa 200 Tausend Menschen in dem KZ Mauthausen. An die 100 Tausend von ihnen wurden ermordet oder starben an den Folgen der unmenschlichen Arbeits- und Haftbedingungen.

Zum Schicksal der Bürger gehören die Hochwasser der Donau. Überschwemmungen der Schiffslände und der anliegenden Häuser kehrten vor Donauregulierung und Kraftwerksbauten alle Jahre mehrmals wieder; häufig auch das ?Eisrinnen?, das Brücken und Fähren zu schaffen machte. Große Hochwasserkatastrophen gab es zuletzt in den Jahren 1954 und 2002.

Buch-Tipp: Jahrbuch des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands: Jahrbuch des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes 2004 Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Jahrbuch des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands: Jahrbuch des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes 2004". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler...

Weblinks

Gemeinde Mauthausen [1] (http://www.mauthausen.at)

Katholische Pfarrgemeinde Mauthausen [2] (http://www.pfarre.mauthausen.at)


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